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Gemeinschaft macht uns stark

22.08.2019 Was Kolping und Coca Cola verbindet

geschrieben von WN Artikel - Von Ina Geske
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22.08.2019 Was Kolping und Coca Cola verbindet Foto: Rudi Hanning

Havixbeck - Das 98. Stiftungsfestes der Kolpingfamilie Havixbeck hat am Donnerstag begonnen. Nach einer Eucharistiefeier gab es eine Feierstunde mit einem Vortrag von Professor Dr. Andreas Pfingsten. Dabei ging es um die Frage: „Was haben Coca Cola, McDonald’s und eBay mit Kolping zu tun?“

„Da fängst du ja gleich mit einer Powermesse an“, wurde Pfarrer Siegfried Thesing nach seinem Sommerurlaub eröffnet, denn sein erster Einsatz war die Eucharistiefeier zum Auftakt des 98. Stiftungsfestes der Kolpingfamilie Havixbeck am Donnerstagabend. Es seien die Menschen innerhalb der Kolpingfamilie, die diese Power hätten, führte Thesing aus und brachte den Teilnehmern den Wunsch Kolpings, das Bewusstsein für verantwortliches Leben und solidarisches Handeln zu erhöhen, näher.

Nach der Segnung der Abzeichen für die Jubilare am Ende der Messe zog die Gemeinschaft zur Feierstunde weiter ins Forum der Anne-Frank-Gesamtschule. Vorsitzende Claudia Thier ehrte die treuen Mitglieder der Kolpingfamilie und hatte zu jedem Jubeljahr Anekdoten parat. Als sie berichtete, dass 1954 Erste-Hilfe-Kurse noch für Frauen und Männer getrennt stattfanden, ging ein Raunen durch die Reihen. 1959 fand die Gemeinschaftsmesse noch um 6.45 Uhr statt. Damit bräuchte sie den Mitgliedern heute wohl nicht mehr kommen, stellte Thier fest.

Im Festvortrag des Abends ging es um die Frage: „Was haben Coca Cola , McDonald‘s und eBay mit Kolping zu tun?“ Die Antwort gab Professor Dr. Andreas Pfingsten, der am Institut für Kreditwesen der Universität Münster lehrt und forscht. Der Havixbecker startete direkt mit einem kleinen Experiment. Die Zuhörer mussten sich anhand von Werbesprüchen, Produktsilhouetten und dann den Namen für ein Produkt entscheiden. Dass sich die Mehrheit für die bekannteste Marke entschieden hätte, sei ganz normal. „Es liegt an der asymmetrischen Verteilung von Informationen. Und das ist auch den Herstellern von Produkten bekannt – und sie nutzen es aus“, so Pfingsten.

Der Kunde habe oft Angst, ein schlechtes Produkt oder eine schlechte Handwerksarbeit zu bekommen. Daher wähle er die bekannte Marke oder das bekannte (Franchise-)Unternehmen. Hersteller, die gute Arbeit machen würden, aber nicht bekannt wären, hätten oft einen schlechten Stand auf dem Markt.

Auch Adolph Kolping habe eine bekannte Marke geschaffen, die für verantwortliches Leben und solidarisches Handeln stehe. „Er regte auch verbindliche Generalstatuten an und reduzierte damit die asymmetrischen Informationen“, führte der Gastredner aus.

Die Kolpingfamilie der heutigen Zeit verglich Prof. Dr. Andreas Pfingsten mit einem Franchiseunternehmen. Ihre Marke sei ein christliches und sozialpolitisches Leitbild. Die Kolpingfamilie räume umfassende Informationsrechte ein, habe trotz Kündigungsrechten keinen Mitgliederschwund, reduziere asymmetrische Informationen für interessierte Bürger auf der Suche nach Orientierung und Sinn, kombiniere eine organisatorische Zentrale mit individueller Gestaltungsfreiheit vor Ort und erinnere deswegen sehr stark an Franchising – und müsse sich im Endeffekt nicht vor Bewertungsportalen fürchten.

Langjährige Kolping-Mitglieder geehrt

Während der Feierstunde zum 98. Stiftungsfest ehrte die Kolpingfamilie langjährige Mitglieder. Ausgezeichnet wurden für Hubert Ruwe, Heinz Hülsmann und Anton Mühlenbeck; Bernard Ueing, Heinz Peters und Eduard Albermann; Mathilde Ahmann, Waltraud und Norbert Bussmann, Gertrud und Werner Gerdes, Klara Ruwe, Uwe Schräer, Monika und Theo Steingröver sowie Manfred Thoms; Henrike Keim-Lügering und Hannelore Tünsmann.

 

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